Nr. 59
Neues von der M.E.G.-Regionalstelle Nürnberg-Fürth
Foto von Andreas Friese
Artikel von

Susanne Kohlhoff
Manchmal beginnt Veränderung kaum merklich –
nicht als Bruch, sondern als leise Verschiebung,
in der Vertrautes bleibt und sich zugleich neu ordnet.
Der Jahresbeginn 2026 brachte in der Regionalstelle Nürnberg/Fürth eine strukturelle Veränderung, die Kontinuität und Weiterentwicklung miteinander verbindet.
Bisher waren wir administrativ dem IVS Nürnberg zugeordnet, einem etablierten Aus- und Weiterbildungsinstitut für Verhaltenstherapie und systemische Therapie, das über viele Jahre wesentlich von Dr. Wolfram Dorrmann geprägt wurde.
Mit VALEARA konnte nun ein neuer Träger gewonnen werden, der auf psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung spezialisiert ist und über umfassende Erfahrung im Betrieb vergleichbarer Ausbildungsstrukturen verfügt. In den bisherigen Gesprächen zeigt sich das klare Interesse, Bewährtes zu erhalten und zugleich Entwicklungsspielräume zu eröffnen. Wir gehen daher von einer stabilen und konstruktiven Fortführung der Zusammenarbeit aus.
Für die Teilnehmenden bleiben die Auswirkungen zunächst vor allem formal: Logo und Rechnungsanschrift ändern sich.
Kurz gesagt: Wo künftig VALEARA draufsteht, stand zuvor IVS – und drin ist weiterhin M.E.G.
Mit großer Freude begrüßen wir Frau Stephanie Strauß als neue Ausbilderin für das Curriculum „Klinische Hypnose/Hypnotherapie und systemische Konzepte für Kinder und Jugendliche“, die diesen Bereich künftig mitgestalten wird.
Was wir an ihrem Ansatz besonders schätzen, ist die Verbindung von kunst- und hypnotherapeutischen Zugängen. In diesen Settings entstehen oft Perspektiven, die sich nicht erzwingen lassen, sondern sich entwickeln dürfen. Bildnerische Prozesse eröffnen dabei neue Zugänge und unterstützen Trancearbeit auf unmittelbare und intuitive Weise.
Ich werde außerdem ein weiteres C-Seminar anbieten: „Wachstum und Wandel: naturbasierte Resilienzarbeit in der Hypnotherapie“. Das Seminar fragt, wie sich naturnahe Interventionen sinnvoll in die hypnotherapeutische Arbeit integrieren lassen, und verlegt den Lernort bewusst aus dem Seminarraum in das Wildniscamp am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Natur dient dabei als aktiver Resonanzraum für therapeutische Prozesse.
Zwischen Wald, Felsen und Wasser verbinden sich fachliche Impulse und unmittelbares Erleben. Diese besondere Settingqualität ermöglicht erfahrungsgemäß eine Tiefe der Erfahrung, die sich in die therapeutische Praxis nachhaltig übertragen lässt.
Und so erleben wir diese Veränderung als etwas, das sich nicht gegen das Bestehende richtet, sondern daraus weiterentwickelt.

Foto von Susanne Kohlhoff

